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Festbankett

Großer Zapfenstreich am Kriegerdenkmal

Am Samstag den 10.3.2012 schaute der ein oder andere Musiker des Instrumentalvereins häufig aus dem Fenster in Richtung Himmel, denn der Zapfenstreich und das Festbankett standen auf dem Terminplan.

Die Uniformen waren gereinigt, die Krawatten frisch gebunden, das Haar in Form gebracht und die Nervosität verdrängt, nur das Wetter musste noch mitspielen. All das Bangen und Hoffen hatte Erfolg – kein Tropfen von oben. Pünktlich stellte sich der große Festzug vor der Gaststätte Windelen auf. Die Zugaufstellung war klar: an erster Stelle marschierte das Trommler- und Pfeiferkorps Houverath 1960 e.V. mit dem Korpsführer Franz Josef Frenken, dahinter der Instrumentalverein Hilfarth 1912 e.V. mit den Trötemänn, gefolgt von der Freiwilligen Feuerwehr Hilfarth, der St. Marien Schützenbruderschaft und den geladenen Gästen.
Mit dem Marsch „Telstar“ begrüßte der Zug die zahlreichen Gäste die sich um das Denkmal versammelt hatten. Bei der Kranzniederlegung wurde der verstorbenen Kameraden gedacht. Nach dem Kommando für den Zapfenstreich des Kommandanten Heiner Schulwitz begann der Große Zapfenstreich mit der Serenade zu der der Instrumentalverein gemeinsam mit dem Trommler- und Pfeiferkorps, passend zum Fest, „In Harmonie vereint“ spielte.
Der Zapfenstreich verlief erfolgreich, nicht zuletzt durch unsere Trompeter Ulrike Hülkenberg und Jens Hansen. Nach dem Spiel konnten wir sogar dem Dirigenten ein „Ich bin zufrieden!“ entlocken. Als kleine Anekdote ist zu erwähnen, dass wir Musiker häufiger das Lob „Ich bin nicht unzufrieden!“ von ihm zu hören bekommen. Somit konnten auch wir stolz auf unsere Leistung sein.

Festbankett im Saal Sodekamp-Dohmen

Nach der Pflicht folgte die Kür: das Festbankett. Hierbei durften sich die Musiker des Instrumentalvereins zurücklehnen und das tolle Programm genießen. Das Trommler- und Pfeiferkorps Houverath eröffnete das Festbankett mit einem Marsch, es folgte die Begrüßung durch den Präsidenten des Instrumentalvereins Hermann-Josef Knur und des Schirmherrn Bürgermeister Bernd Jansen.
Nach einem weiteren Marsch des Trommlerkorps durften wir die Flötengruppe „Rurpfeifer“ unter der Leitung von Silke Zander begrüßen. Die jungen Flötistinnen ließen sich durch das große Publikum nicht ablenken und bezauberten den Saal mit ihren Klängen. Unter den Musikern kam natürlich direkt die Frage auf, wann und wie wir die Musikerinnen abwerben und mit welchen Instrumenten wir sie locken könnten.
Eine lockere aber auch festliche Laudatio in Schlips und Kragen hatten wir von Büttenredner Manfred Holten zu erwarten. Dieser machte mit uns eine Reise durch die Geschichte des Instrumentalvereins vom Gründungsjahr bis heute.
Nun betrat der Evangelische Posaunenchor unter der Leitung von Tamara Hensen die Bühne und präsentierte uns einen Auszug aus seinem Repertoire.
Ein großes Fragezeichen verbarg sich beim Lesen des Programms unter dem Pseudonym Tröte(männ) Ballett. Was hatten wir da zu erwarten? Auf die Bühne kamen die Trainerinnen der Rasselbande, Bochseböäm und der Garden. Sie hatten es sich nicht nehmen lassen ein kleines Comeback unter dem Motto „Musik ist Trumpf“ auf der Bühne zu feiern. Die Frage, ob sie die Tanzlust wieder gepackt hat, werden wir wohl erst bei der 1. Kappensitzung im Jahr 2013 beantworten können.
Auch der Präsident des Volksmusikerbundes NRW Jochen Westermann gratulierte uns sehr gerne zu unserem Jubiläum. Er verriet uns während seiner Ansprache, dass der Kreis Heinsberg wohl die meisten musizierenden Vereine im Landesverband hat – 80 an der Zahl. Er lobte den Instrumentalverein für die sehr gelungene Festschrift „welche seines gleichen sucht“ und den Internetauftritt. Dieser Meinung war auch das Publikum, was es durch einen großen Beifall zu erkennen gab.
Ganz ohne Blasinstrumente betrat das Mandolinenorchester “Rurperle” 1922 Hilfarth e.V. unter der Leitung des Dirigenten Will Cremers die Bühne. Die Musik ließ uns ein wenig vom letzten Urlaub träumen.
Ein besonderes Highlight der Veranstaltung war die Ernennung der aktiven Musiker Fred Hülkenberg, Willibert Schmitz und Heinz-Gerhard Henßen zu Ehrenmitgliedern. Wie in der Festschrift zu erkennen sind alle drei seit Jahrzehnten wichtige, aktive Musiker im Verein.
Große Augen wurden während der tanz-akrobatischen Vorstellung der Akrobengels mit dem Thema Western Girls gemacht. Diese wirbelten in gewohnter Weise durch die Luft und stapelten sich in großartigen Pyramiden auf der Bühne.
Im Anschluss durfte dann jeder seine Gratulationen kundtun. Dies wurde auch gerne vom katholischen Pfarrer Herrn Kallupilankal, der evangelischen Pfarrerin Frau Schlawin, den Ortsvereinen und Gästen angenommen. Schnell bildete sich vor der Treppe eine Schlange. Ob dies nur daran lag weil sie uns gerne gratulieren wollten, können wir in Frage stellen, denn auch die Weiden-Bütt lockte ungemein. Die Knappen schlossen ihre Rede mit dem „Steigerlied“ welches im Saal aus jedem Mund zu hören war.
Der Männergesangsverein “Eintracht” Hilfarth 1892 e.V. unter dem Dirigenten Herry Vierboom ließ den Saal dann langsam wieder ruhiger werden. Nun war das Festbankett schon fast zu Ende. Der Präsident bedankte sich bei allen, die diesen Abend zu einem so großen Erfolg werden ließen.
Wie von den Kappensitzungen bekannt, ist beim Instrumentalverein Hilfarth der Schluss noch lange nicht der Schluss. Die Jonges von de Hegge, Arndt und Klaus Holten sangen das eigens für das Jubiläum komponierte „100 Jahre Lied“. Es folgten die Eigenkreationen „Hilfarther sein“ und „Du bist Hilfarth“. Dabei eroberten wir Musiker die Bühne. Es wurde geklatscht, geschunkelt und gefeiert. Eine ganz neue Situation für uns. Im Schwang der Euphorie wurde dann noch „Kehr ich einst zur Heimat wieder …“ angestimmt und alle zogen gemeinsam aus. Auch das war ein ganz neues Gefühl für uns.

Resümee: Ein toller Abend. Ein Dank gilt dem Gremium und allen Mitwirkenden.