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west-Musikwettbewerb

Am Samstag den 21.4.2012 fand der Solistenwettbewerb des Volksmusikerbund NRW, Kreisverband Heinsberg in der Aula an der Fichtenstraße statt. 43 junge Musikerinnen und Musiker im Alter zwischen 8 – 18 Jahren haben sich mit ihren Instrumenten auf den Weg nach Hilfarth zum Wettbewerb für Solo und Ensemble gemacht. Zu hören waren Es- und B-Klarinetten, Euphonium, Flöte, Horn, Oboe, Querflöte, Posaune, Saxophon, Schlagzeug und die kleine Trommel.

Die Akteure kamen aus diesen 14 verschiedenen Vereinen Instrumentalverein Breberen-Schümm e.V., Instrumentalverein Effeld, Instrumentalverein Hilfarth 1912 e.V., Musikverein Birgden 1914 e.V., Musikverein „Eintracht“ Birgelen e. V., Musikverein Obspringen, Musikverein St. Hubertus Gangelt e. V., Musikverein St. Josef Ratheim e.V., Städtischer Musikverein Erkelenz e.V., St. Marien Straeten e.V., Tambourcorps Birgden 1923 e.V., Trommler und Pfeiferkorps Breberen 1922 e.V., Trommler- und Pfeiferkorps „Cäcilia“ Laffeld 1920 e.V. und dem Trommler- und Fanfarencorps „Freisinn“ Baal e.V..

Der Wettbewerb
Das Notenpult ist aufgebaut, die richtigen Noten haben auf den Ständer gefunden, das Instrument liegt warm und eingespielt in den zittrigen Händen, die Jury sitzt rechts neben den Solisten und nickt ihnen aufmunternt zu. Es geht los.

Das Stück, welches vor Wochen mit dem Lehrer ausgesucht und seit dem -zur Freude und zum Leid der Familie- bis ins kleinste ausgearbeitet und eingeprobt wurde, kann jetzt vorgeführt werden. „Hätte ich noch mehr proben sollen“, „werde ich das alles richtig spielen“, „kommt ein Ton aus meinem Instrument“ „werde ich den richtigen Takt schlagen“ solche oder ähnliche Fragen müssen den Kindern und Jugendlichen durch den Kopf gegangen sein. Aber alles ging gut. Natürlich kann es sein, dass der ein oder andere Ton falsch gespielt oder der Einsatz verpasst wurde. Aber alles in allem war es ein erfolgreicher Tag. Niemand im Publikum hielt sich beim Vorspiel die Ohren zu oder verließ schreiend die Aula. Ganz im Gegenteil: jeder Vortrag wurde mit großem Applaus beendet. Dann kam auch langsam wieder ein Lachen in das Gesicht der Teilnehmer.

Die Jury
Die beiden Juroren, Simone König aus Düren und Peter Heijnen aus Echt (NL), haben den anstrengenden „Beurteilungsmarathon“ mit viel Konzentration und Durchhaltevermögen absolviert. Sie sprachen jedem Musiker den musikalischen Leistungsstand in einem Prädikat aus und gaben motivierende Hilfestellungen zur weiteren Entwicklung auf dem jeweiligen Blas- bzw. Schlaginstrument aus dem Bereich Spielleute- und Blasmusik.
Beim Wettbewerb wurden unter anderem Intonation, Rhythmik, Technik, Dynamik, Artikulation und Phrasierung, Tempo sowie der musikalische Gesamteindruck bewertet.

Wir gratulieren
Um halb neun standen die Platzierungen in den 4 Kategorien Anfänger, Unterstufe, Mittelstufe und Oberstufe fest. Die Siegerehrung wurde von Heinz Musch Kreisvorsitzender des Volksmusikerbund NRW, Kreisverband Heinsberg durchgeführt.

Hier die Platzierungen:

Anfänger:
1. Platz: Dorit Schmitz, 11 Jahre spielt Klarinette beim IV Breberen-Schümm
2. Platz: Anne Laven, 11 Jahre spielt Klarinette beim IV Breberen-Schümm
3. Platz: Hannah Peters, 11 Jahre spielt Oboe beim IV Breberen-Schümm

Unterstufe:
1. Platz: Theresa Kutsch spielt Klarinette beim IV Breberen-Schümm
2. Platz: Peter Koch, 13 Jahre & Lars Zich, 15 Jahre spielen Euphonium beim IV Hilfarth. Sie spielten „Air“ von Mozart & den „Arabien Song“
3. Platz: Henry Schnelle, 12 Jahre spielt Querflöte beim IV Hilfarth. Er spielte „Die Tapferkeit“ (Marsch)

Mittelstufe:
1. Platz: Carlo Brunn, 14 Jahre spielt Schlagzeug beim MSV St.Josef Ratheim
2. Platz: Natalie Günder, 14 Jahre spielt Klarinette beim IV Effeld
3. Platz: Riccarda Dohmen, 13 Jahre spielt Querflöte beim MV Birgden. Sie spielte „Kleine Suite“ von Hendrik Andriessen.

Oberstufe:

1. Platz: Thomas Hagios, 16 Jahre spielt Horn beim Städtischen MV Erkelenz

Frau Agnes Harmes begann vor 5 Jahren beim TK Freisinn Baal das Klarinettespielen. Grund für diese späte Berufung als Musikerin war die Unterstützung ihrer Kinder. Für dieses Engagement erhielt sie einen Sonderpreis.

 

Wir gratulieren den Musikerinnen und Musikern.

Interview mit einem Musiker
Bei einem Interview mit Lars Zich konnten wir herausfinden, was hinter einem Musiker steckt, der beim „west Musikwettbewerb“ mitgemacht hat.

Redaktion: Hallo Lars, du bist 15 Jahre alt und spielst sowohl im Jugend- als auch im Großen Orchester vom Instrumentalverein Hilfarth. Wann hast du angefangen ein Instrument zu spielen und was für ein Instrument spielst du?
Lars: Mit Fünf Jahren habe ich angefangen Blockflöte zu spielen und mit 7 Jahren ging es dann mit dem Unterricht am Bariton los.
Redaktion: Wie kamst du zum Bariton?
Lars: Auf dem Gewerbe- und Korbmacherfest in Hilfarth hatte der IVH einen Stand aufgebaut wo man sich die verschiedenen Instrumente, die der Verein hat, angucken und ausprobieren konnte. Da habe ich mir das Bariton ausgesucht.
Redaktion: Warst du mit sieben Jahren nicht noch etwas zu klein für das Bariton?
Lars: Nein, da konnte ich grade um das Instrument packen. Zum Unterricht haben es mir meine Eltern getragen, das war mir noch zu schwer.
Redaktion: Wieso hast du dich beim west Musikwettbewerb angemeldet?
Lars: Weil meine Kollegen aus dem Orchester meinten, dass ich das gut machen könnte.
Redaktion: Du hast ein Duett gemeinsam mit Peter gespielt. Habt ihr euch die Stücke „Air“ von Mozart und den “Arabien Song” alleine ausgesucht?
Lars: Nein, die haben wir gemeinsam mit unserer Jugendleiterin Britta Allwicher ausgesucht.
Redaktion: Wie findest du diese Stücke?
Lars: Ich finde die eigentlich ganz gut. Die waren nicht zu schwer, aber hören sich gut an.
Redaktion: Habt ihr euch oft zum Proben getroffen?
Lars: Wir haben uns fünf mal getroffen, ansonsten hat jeder für sich zuhause geprobt.
Redaktion: Wer hat dich zum Wettbewerb begleitet?
Lars: Meine Oma ist mitgekommen. Außerdem waren natürlich noch viele aus dem Verein da, die mich unterstützt haben.
Redaktion: Jetzt sprechen wir mal über den Wettbewerb. Warst du nervös?
Lars: Ich war ein bisschen nervös, das kenne ich sonst von den Auftritten gemeinsam mit dem Jugendorchester oder dem großen Orchester nicht mehr so von mir, aber ich fühlte mich auch sicher und gut vorbereitet.
Redaktion: Habt ihr euch vorher eingespielt?
Lars: Vor dem Vorspielen haben haben wir uns in einem der beiden Einspielräume getroffen und die Instrumente warm gespielt. Dann haben wir nochmal die Stücke geprobt und die Instrumente gestimmt. Danach gings in die Aula.
Redaktion: Und dann gings los?
Lars: Wir waren so um 16:50 Uhr dran. Das Vorspielt klappte eigentlich ganz gut.
Redaktion: Warst du zufrieden?
Lars: Ich war ein bisschen unzufrieden. Aber ich denke, dass es normal ist wenn man Stücke oft geprobt hat und es dann nicht 100 Prozentig so war wie man es vortragen wollte. Ich weiß aber nicht ob die anderen die Fehler gemerkt haben.
Redaktion: Was hat die Jury gemacht?
Lars: Die Jury saß mit auf der Bühne und hörte sich unsere Stücke an. Nachdem die sich dann beraten haben ging einer von ihnen mit uns in einen Raum. Der hat uns dann gesagt was gut war und was schlecht war bzw. was wir verbessern können.
Redaktion: Ihr habt den 2. Platz in der Kategorie Unterstufe belegt. Weißt du wie die Kategorien eingeteilt werden?
Lars: Die Kategorien sind abhängig davon wie lange man schon spielt und was für Stücke man da vorgetragen hat.
Redaktion: Freust du dich über die Platzierung und bist du zufrieden?
Lars: Ich freue mich und ich bin auch zufrieden. Eigentlich habe ich gedacht, dass wir schlechter waren.
Redaktion: Machst du nochmal bei so einem Musikwettbewerb mit?
Lars: Ja bestimmt, beim nächsten mal!

Nebenschauplätze
In den Räumen des städtischen Kindergartens „Villa Regenbogen“ konnten sich die Nachwuchsmusikerinnen und -musiker auf ihren großen Auftritt vorbereiten und einspielen. Hierfür standen ihnen dort zwei Räume zur Verfügung.
Um den kleinen Hunger der Akteuere, dem Preisgericht, der zahlreichen Zuschauer sowie den Vertretern des Volksmusikerbundes NRW kümmerten sich Mitglieder des Instrumentalvereins Hilfarth. Neben selbstgebackenen Kuchen, Kaffee und gekühlten Getränken gab es in der Cafeteria, welche sich in den Räumen der AWO befand, auch frischen Kartoffelsalat und Bockwürste.

Allen Akteuren, Juroren und Helfern möchten wir für diesen schönen Tag danken.

Presseartikel
Rheinische Post vom 24.4.2012 zum Artikel
Heinsberger Zeitung vom 24.4.2012 zum Artikel