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Büttenredner

Helfeth alaaf un wenn et versüppt! Spätestens, wenn dieser Schlachtruf erschallt, wissen alle, die 5. Jahreszeit ist im vollen Gange, und die Kappensitzungen der Trötemänn beginnen. Wenn ich hier nun über alle Aktiven im Hilfarther Karneval schreiben würde, wäre diese Festschrift so dick wie das Alte Testament. Somit möchte ich mich auf eine kleine, aber schlagkräftige Truppe beschränken, den Hilfarther Büttenredner, die ich zunächst einmal vorstellen möchte.

 

Das Urgestein

Anfangen möchte ich mit Hans-Arndt Sieberichs, der zweifellos mittlerweile zum Urgestein des Hilfarther Karnevals zählt. Seit vielen Jahren tritt er in den verschiedensten Rollen auf, mal als Bundeswehrsoldat, als Müllmann oder wie im wahren Leben als Postbote. Spätestens wenn er das Publikum begrüßt mit einem lauten „Hallo Freunde“, und der ganze Saal brüllt, „Hallo Baba“, weiß auch der letzte, wer da auf der Bühne steht.


Die Nesthäkchen
Die Nesthäkchen, zwei Helfether Mädchen, Rebecca Königs und Ulrike Hülkenberg sind mittlerweile ebenfalls eine feste Größe im Hilfarther Karneval. Mit ihren Geschichten von Gewichtsproblemen und Urlaubsreisen, oder als Polizistinnen verkleidet, finden sie immer eine Möglichkeit, sich selbst oder andere auf den Arm zu nehmen. Natürlich haben sie die Lacher dabei immer auf ihrer Seite.

 

 

Liebe Närrinnen und Narren
Spätestens wenn der Ruf erschallt, „Hallo liebe Närrinnen und Narren“, weiß jeder im Saal: die „Jonges von de Hegge“, im wahren Leben die Brüder Klaus und Arndt Holten stehen auf der Bühne. Mit ihrer Rezeptur: Man nehme gute Witze, musikalische Ohrwürmer mit eigenem Text und ein wenig Show, schaffen die Beiden es immer wieder, das Publikum zu begeistern.

 

 

Der Musiker
Nicht nur im wahren Leben Musiker, auch auf der Bühne ist Rolf Eßer als „Musiker“ ein Fall für sich. Das seine Reden immer Spitze sind, das ist ja bekannt, aber dass sich jemand Hupen am Körper befestigt und darauf Karnevalslieder spielt, oder auf einer Porzellantoilette ein Trompetensolo bläst, dass findet man nur im Hilfarther Karneval.

 

 

Die Unikate
Zwei Hilfarther Unikate haben wir mit „Ralf und Olli“, zwei Gegensätze ziehen sich an, Ralf Steigels, sehr präzise im feinsten Hochdeutsch und Oliver Lengersdorf, der meistens nur Bahnhof versteht oder alles falsch deutet. Durch Mimik und Gestik, durch das hin und her auf der Bühne, durch das hinauszögern der Pointen bei Witzen, bis es nicht mehr geht, bringen die Beiden den Saal zum Toben.

 

 

Der Stabsarzt
Zu guter Letzt ist da noch Doc Manni, alias Manfred Holten im wahren Leben weit weg von einem Stabsarzt, überzeugt er doch durch seine bizarren Behandlungsmethoden. Einmal hat er dem Publikum mit unfreiwilligen Darmspülungen gedroht, ein anderes Mal hat er den militärischen Befehl „Doc Manni treten sie ins Glied“ vollkommen falsch verstanden. Kurzum mit seiner Begabung als Militärarzt, alles falsch zu verstehen, hat er schon für so manchen Lacher gesorgt.

 

Die Vorbereitung
Diese Truppe trifft sich spätesten im Oktober zum ersten Mal vor der neuen Session beim Coach Karin Knur. Sie war selbst über viele Jahre Büttenrednerin im Hilfarther Karneval und somit laufen bei ihr nicht nur die Planungen der Büttenredner zusammen, sondern alles, was mit den Sitzungen der Trötemänn zu tun hat. Bei diesem Treffen wird darüber gesprochen, wer als was in der folgenden Session auftreten möchte. Es gibt einige, die bereits einen Teil ihrer Rede fertig haben. Andere haben bis zu diesem Zeitpunkt noch keinen Gedanken über Karneval verschwendet. Am 11. 11. wird dann langsam jedem klar, bis zur ersten Sitzung ist es nicht mehr lang. Nun werden fieberhaft Witze gesucht, es wird gebastelt, geschraubt und ausprobiert. Beginnt die Session schon sehr früh, findet die Generalprobe auch schon mal unter dem Weihnachtsbaum statt. Alle Büttenredner freuen sich natürlich riesig, wenn alle Sitzungen ausverkauft sind und das Publikum so begeistert ist wie in den letzten Jahren.

Für die Büttenredner: Doc Manni

Nachtrag:

Der Zuwachs
In diesem Jahr erhielten die Büttenredner Zuwachs. Nach 10 Jahren Büttenreden auf den Kindersitzungen trat Alina Rolfs zum ersten mal auf den Kappensitzungen auf. Schon beim Einmarsch auf die Bühne verscherzte sie es sich fast mit dem Elferat. Denn statt diesen zu begrüßen fragte sie ihre Büttenrednerkollegen Klaus und Arndt ob es sich dort um betreutes Schunkeln handelt. Im Anschluss daran setzte sie die beiden Büttenredner auf die stille Treppe und überzeugte das Publikum von ihrem können als Büttenrednerin. Wir freuen uns auf die viele weitere Jahre mit Alina.